Untergrund für Farbmäuse und Co. – Einstreu von A bis Z

Einstreu gehört zu den Basics im Mäusekäfig. Welche es sein soll, kann dabei von Mausart zu Mausart recht unterschiedlich sein. Kriterien für die Auswahl sind:

  • chemische Unbedenklichkeit
  • Ausmaß der Flüssigkeitsabsorption
  • Geruchsabsorption
  • Fettabsorption
  • Staubgehalt
  • Eignung zum Buddeln und Gängebauen
  • mitunter auch: Allergikereignung

Was als Kleintierstreu oder generell explizit als Einstreu verkauft wird, ist chemisch auch unbedenklich. Das gilt allerdings nicht für Katzenstreu. Im Zweifel sollten Sie auf diese also besser verzichten.

Das zentrale Merkmal einer Einstreu ist die Menge an Flüssigkeit – sprich Urin – die sie aufnehmen kann. Diese Eigenschaft ist vor allem bei Arten wichtig, die mit Wasser nicht haushalten. Dazu gehören unter anderem Farbmäuse, Streifenmäuse und Rötelmäuse. Bei ihnen muss die Streu große Mengen aufnehmen können.

Im Idealfall bindet die Streu nicht nur den Urin, sondern auch davon ausgehende Gerüche. Dabei lässt sich die Daumenregel aufstellen: Je besser eine Einstreu Urin absorbiert, umso besser nimmt sie auch Gerüche auf. Quarzsand zum Beispiel absorbiert praktisch keinen Urin. Dafür riechen Kloecken mit Quarzsand sehr schnell sehr unangenehm – auch bei Arten, die normalerweise nicht müffeln.

Ob eine Einstreu neben Urin auch Fett aufnimmt, ist vor allem für Sandbader interessant. Arten wie Fettschwanz-Rennmäuse, Bleiche Rennmäuse oder Maushamster verfetten schnell im Fell, wenn sie den falschen Untergrund bekommen. Für nicht sandbadende Arten ist dieses Kriterium unerheblich.

Der Staubgehalt ist unter zwei Aspekten interessant. Farbmäuse und andere nicht sandbadende Arten sollten eine möglichst staubarme Streu bekommen. Vor allem Farbmäuse bekommen sonst sehr schnell Lungenprobleme. Staub kann aber durchaus das Charakteristikum einer erwünschten Einstreu sein – nämlich dann, wenn es um Sandbader geht. Für sie eignen sich Attapulgit und Sepiolith besonders gut, da die staubigen Tonminderale das Fett gut aus dem Fell absorbieren.

Ob Gangbauten in der Einstreu halten, ist vor allem für buddelnde Arten interessant. Hier punktet unter anderem die normale Kleintierstreu, in deren flockigem Subtrat die Gänge von Mongolischer Rennmaus und Co. hervorragend halten. Wer als Allergiker – oder mit allergiegeplagten Mäusen – auf eine weniger geeignete Streu wie etwa Leinstreu zurückgreifen muss, kann sich um Zweifel je nach allergielage mit Heu, Papierstreu oder Hanfmatten zwischen den Streulagen behelfen.

 

StreuartAbbildung

 Altromin

Altromin ist eine entstaubte Holzstreu, die oft im Laborbereich verwendet wird. Sie ähnelt der normalen Kleintierstreu, ist jedoch feiner und weicher als diese.

Vorteile:

  • erlaubt Gangbauten
  • staubarm
  • sehr saugfähig

Nachteile

  • nicht überall erhältlich

Eignung

  • sehr gut für fast alle Mäuse
  • sehr gut für Zwergschläfer
  • bedingt für Nager mit stark fettendem Fell
  • sehr gut für Tiere mit empfindlicher Lunge
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Baumwollstreu

Baumwollstreu ist eine weiche, stark klumpende Sreu aus Baumwollkapseln. Sie wird unter anderem unter dem Namen “No Smell” vertrieben. Die flockige Streu klumpt sofort zusammen, wenn man sie zusammendrück. Die Nager können darin sehr stabile Nester bauen.

Vorteile:

  • nimmt Gerüche gut auf
  • erlaubt Gang- und Nestbauten sehr gut
  • sehr saugfähig
  • staubarm

Nachteile:

  • teuer

Eignung

  • bestens geeignet für Schlafhäuschen und Kloecken
  • sehr gut für alle Mäuse als Material zum Nestbau
  • nur bedingt als Kompletteinstreu geeignet
  • nicht für Sandbader mit stark fettendem Fell geeignet
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 Buchenholzgranulat

Besteht aus kleineren oder größeren, flachen Holzstückchen. Es staubt nict, nimmt aber auch Flüssigkeit nicht gut auf. Die harte, relativ grobe Enstreu ist vor allem bei kleineren Arten wenig beliebt.

Vorteile:

  • staubt nicht

Nachteile:

  • keine Gangbauten möglich, da das Material immer wieder zusammenrutscht
  • kaum saugfähig

Eignung:

  • für nicht wühlende, größere Mäusearten
  • nicht für Mäusearten mit stark fettendem Fell oder solche, die viel Urin absetzen
  • nicht für Zwergschläfer
  • gut für Tiere mit empfindlicher Lunge
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 Erde

Erde können Sie entweder Ihrem Garten entnehmen (beachten Sie das Risiko der Einschleppung von Parasiten oder Keimen) oder sie ungedüngt im Baumarkt oder Gartenmarkt kaufen. Auf keinen Fall sollten Sie Erde erstehen, die mit Kunstdünger versetzt ist, da dieser für Ihre Tiere giftig ist!
Wichtig ist, dass die Erde nicht völlig austrocknet, da sie sonst stark staubt. Halten Sie sie ganz leicht feucht und achten Sie darauf, dass sich unter Häuschen keine Nässe staut. Hier kann sich sonst Schimmel bilden. Auch Holzgegenstände können in feuchter Erde schimmeln.
Die Gefahr der Schimmelbildung können Sie  durch eine Vermischung mit Terrarienhumus herabsetzen.
In Naturgehegen können Sie auch Weiße Asseln ins Erdreich einbringen, die einer Schimmelbildung gut entgegenwirken können.

Vorteile:

  • kann bepflanzt werden
  • richtig behandelt staubarm
  • saugfähig
  • erlaubt Gangbauten

Nachteile:

  • erhöhtes Keim- und Parasitenrisiko im Vergleich zu handelsüblicher Einstreu
  • Gefahr der Schimmelbildung bei Feuchtigkeitsstau
  • arbeitsintensiver als andere Streu

Eignung:

  • schön für einheimische Mäuse in Naturgehegen
  • sehr guter Untergrund für Wühlmäuse
  • nicht für Wüstenbewohner
  • bedingt geeignet für stark urinierende Arten
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 Hanf

Hanf gibt es in mehreren Formen im Handel als Einstreu zu kaufen. Eine Form der Hanfstreu besteht aus Hanfnadeln und ist eine feine, sehr glatte Streu. Es gibt jedoch auch eine gröbere Form, die eher wie längliche Chips aussieht.
Hanfgranulat fühlt sich fast an wie recyceltes, mehliges Papier und zerfällt sehr schnell. Die Tiere sind davon in der Regel wenig begeistert.
Hanfmatten werden aus Hanffasern gefilzt. Es gibt sie in verschiedenen Größen.

Vorteile

  • Hanfstreu ist staubarm
  • Nadeln und Garnulat sind ziemlich saugfähig
  • Hanfmatten sind staubfrei und sehr saugfähig

Nachteile

  • Hanfgranulat staubt etwas
  • Chips sind sehr grob, besonders für kleine Mäuse
  • Hanfmatten sind recht teuer und werden schnell zerlegt
  • Hanfmatten können nicht lange im Käfig bleiben, da sie schnell voll gesaugt sind
  • Gangbauten halten nur in den Matten

Eignung

  • Hanfstreu für ganze Gehege von eher wenig oder gar nicht buddelnden Arten
  • Hanfmatten nur zum Auslegen einzelner Ecken und als hervorragende Etagenauflagen
  • Hanfgranulat ist eher ungeeignet für Mäuse und Rennmäuse
  • alle Hanfformen sind nichts für Tiere mit stark fettendem Fell
  • Streu und Matten sind gut für Tiere mit empfindlicher Lunge
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 Kleintierstreu

Kleintierstreu besteht aus Holzspänen und wird gepresst in Zoohandlungen, Supermärkten und Drogerien von vielen verschiedenen Herstellern angeboten. Die Qualitätsunterschiede sind dabei sehr groß, besonders was den Staubgehalt angeht.

Vorteile:

  • überall erhältlich
  • günstig
  • erlaubt gut haltbare Gangbauten

Nachteile:

  • staub oft mäßig bis stark

Eignung:

  • für Farbmäuse u.a. Mäuse mit empfindlicher Lunge meist nicht geeignet
  • nicht als alleiniger Untergrund für Tiere mit stark fettendem Fell
 Kleintierstreu Holzstreu

Leinstreu/Eurolin

Leinstreu ähnelt in der Struktur stark der feinen Hanfstreu, ist aber weicher und besteht aus einem sehr glatten Substrat.

Vorteile:

  • staubarm
  • saugt Feuchtigkeit gut auf
  • hypoallergen → gut für Allergiker geeignet (Nager und Halter)
  • gut geruchsbindend

Nachteile:

  • Gangbauten halten schlecht

Eignung:

  • nicht für Wühler oder Tiere mit stark fettendem Fell
  • gut für Tiere mit empfindlicher Lunge
 Eurolin Leinstreu

 Maiseinstreu

Maiseinstreu sieht ähnlich aus wie Kleintierstreugranulat und wird aus der Spindel des Kolbens hergestellt.

Vorteile:

  • staubarm

Nachteile:

  • für Gangbauten ungeeignet
  • wenig saugfähig

Eignung:

  • nicht für wühlende Arten oder solche mit stark fettendem Fell
  • gut für Tiere mit empfindlicher Lunge
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 Papier

Manche Halter verwenden auch Küchentücher und/oder Zeitungspapier als Einstreu. Ob Zeitungspapier aufgrund des Abriebs von Druckerschwärze bedenklich ist, wird nach wie vor diskutiert. Verwenden Sie bei Küchentüchern nie reißfesten Produkte! Diese können im Verdauungstrakt der Nager verklumpen, da sie nicht verdaut werden. Das kann zu einem tödlichen Magen- oder Darmverschluß führen! Inzwischen gibt es auch bereits fertig in Streifen geschnittene Papiereinstreu.

Vorteile

  • einfach, schnell und kostengünstig zu bekommen
  • krümelt nicht raus

Nachteile

  • schlechte Geruchsbindung
  • Druckerschwärze (soweit vorhanden) ist immer noch umstritten
  • reißfeste Tücher können Verstopfungen und Darmverschlüsse verursachen
  • erlaubt weder Buddeln, noch das Bauen von Höhlen

Eignung

  • Zeitung ist nicht geeignet (außer für Farbratten)
  • Küchentücher eignen sich gut für Quarantänekäfige und nach Operationen, da sie nicht so leicht wie Späne in der Wunde kleben bleiben
  • als normale Kompletteinstreu ist Küchenpapier bei Mäusen ungeeignet, Sie können aber einzelne Etagen damit auslegen
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 Pellets

Pellets werden in verschiedenen Größen meist aus Holz, Papier oder Stroh gepresst und sind entsprechend gelbbraun bis grau.

Vorteile

  • staubarm
  • geruchsbindend

Nachteile

  • zu hart
  • meist zu groß
  • unterbinden jegliches Wühlen und Gangbauten
  • mäßig flüssigkeitsbindend

Eignung

  • nur als Geruchsbinder unter anderen Streuarten
  • nicht als alleinige Einstreu geeignet
 Papierpellets als Einstreu

 Rindenmulch

Rindenmulch können Sie in verschiedenen Abpackungen in jedem Baumarkt recht günstig erstehen. Der frische Mulch riecht stark sauer und muss erst trocknen, bevor Sie ihn ins Gehege geben können.
Achten Sie darauf, dass unter Häuschen, Schüsseln und anderem Inventar kein Nässestau entsteht. Rindenmulch schimmelt nicht so leicht wie Erde. Bei Staunässe besteht jedoch auch hier die Gefahr der Schimmelbildung.

Vorteile

  • optisch sehr schön für Naturgehege
  • staubarm

Nachteile

  • nicht sehr saugfähig
  • kein Gangbau möglich
  • recht große Teile, die von kleineren Arten eher weniger gemocht werden

Eignung

  • für Naturgehege
  • nicht für wühlende oder stark Urin absetzende Tiere
  • nicht für Tiere mit stark fettendem Fell
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  Sand

Es gibt im Handel viele unterschiedliche Sandarten mit sehr verschiedenen Eigenschaften. Daher können Vor- und Nachteile hier schwer zusammengefasst dargestellt werden.

Sand ist für die meisten exotischen Nager als Bademedium oder je nach Art sogar als (partieller) Untergrund unerlässlich.
Neben Sand als Kamm für Schmutz und Ungeziefer hat er vor allem bei exotischen Rennmäusen, Springmäusen und ähnlichen Tieren eine weitere wichtige Pflegefunktion: Er nimmt den überschüssigen Talg aus dem Fell und vermeidet so, dass das Fell strähnig wird und seine Schutzfunktion in Teilen einbüßt. Somit ist Sand essentiell für die Gesunderhaltung der Tiere.
Der falsche Sand kann jedoch zu fettigem, stumpfem oder gar kaputtem Fell führen. Prüfen Sie daher vorher die Bedürfnisse Ihrer Tiere und wählen Sie danach die entsprechende Sandsorte.
Allerdings ist Sand als Komplettuntergrund wenig geruchsbindend. Das gilt vor allem für Quarzsand.
Nachstehend werden verschiedene Sandarten vorgestellt.

 Attapulgus/Attapulgit

Attapulgus ist ein sehr feines Mineral, das Feuchtigkeit und überschüssiges Fett aus dem Fell der Nager binden kann. Er eignet sich damit sehr gut für alle Nager mit empfindlichem, stark fettendem Fell, wie etwa Springmäuse, Bleiche Rennmäuse oder Fettschwanz-Rennmäuse.
Der Sand ist sehr leicht und staubt ziemlich. Wenn Sie mit der Hand durch den Sand fahren, hinterlässt dieser eine ganz feine, mehlige Schicht auf der Haut. Daran ist er gut zu erkennen.
Bei diesem Mineral besteht jedoch der Verdacht, dass der Sand krebserregend wirken kann. Attapulgus kann ähnlich wie Asbest faserige Strukturen bilden, die sich in der Lunge festsetzen und dort Krebs verursachen können. Der Sand liegt aber nicht immer notwendigerweise in dieser faserigen Struktur vor. Hersteller achten inzwischen auf die Form des Sandes.
Da Nager oft nicht lang genug leben, dass die Fasern ihre kanzerogene Wirkung entfalten können, gehen viele Halter nicht von einer Gefährdung ihrer Tiere aus. Zudem besitzen sandbadende Arten ein sehr fein filterndes System in ihrem Atemtrakt. Bei meinen Tieren konnte ich seit dem Umstieg auf diesen Sand keine erhöhte Krebsrate feststellen. Wissenschaftliche Untersuchungen gibt es für Kleintiere aber nicht, dafür teils sehr kontroverse Meinungen verschiedener Halter.
Da aber der Mensch deutlich länger lebt und den Staub beim Befüllen der Schüssel oder beim Aussieben einatmet, sollten Sie bei solchen Tätigkeiten vorsichtshalber einen Atmenschutz tragen, da die krebserregende Wirkung beim Menschen nicht ausgeschlossen werden kann.

 Attapulgus Sand

Bimsstein

Sand aus Bimsstein ist Attapulgus und Sepiolith sehr ähnlich und für dieselben Zwecke geeignet. Es gelten allerdings auch dieselben Bedenken.

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Chinchillasand

Die Bezeichnung „Chinchillasand“ ist nicht geschützt. Sie erhalten also höchst unterschiedliche Qualitäten und Sandarten unter dieser Bezeichnung. So besteht der Chinchillasand von Rosnerski aus abgerundetem Quarzsand, während die Äquivalente bei JR Farm und Vitakraft Attapulgussand enthalten. Informieren Sie sich also beim Kauf eines mit „Chinchillasand“ deklarierten Produktes, um welche Sandart es sich handelt, um entscheiden zu können, ob der Sand für Ihre Tiere geeignet ist.

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Quarzsand

Quarzsand wird in abgerundeter Form oft als Chinchillasand angeboten. Er erscheint wie gesiebter Vogelsand. Allerdings kann er Fett und Feuchtigkeit aus dem Fell kaum aufnehmen. Daher eignet er sich nicht für Sandbader wie Springmäuse, Rüsselspringer oder Mongolische Rennmäuse. Gut geeignet ist er als Teilgrund für Wüstenterrarien oder für Kloschüsseln der Nager. Geruchsdämmend wirkt der Sand aber nicht. Im Gegenteil, wenn Sie Quarzsand als Einstreu verwenden, kann es eher zu einer verstärken Geruchsentwicklung kommen.
Nicht abgerundeter Quarzsand wird unter der Bezeichnung Quarzsand verkauft. Auch Aquariensand ist ein Quarzsand. Er ist ähnlich wie Vogelsand (auch ein Quarz) scharfkantig. Daher eignen sich diese Produkte nicht als Badesand oder Untergrund für Ihre Nager.

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Sepiolith

Sepiolith ist ein Bandsilicat wie der Attapulgus. Auch er eignet sich hervorragend für Mäusearten mit stark fettendem Fell, die über Sandbäder einen großen Teil der Fellpflege betreiben. Er bindet das überschüssige Fett und erhält so die natürliche Isolierfunktion des Fells.
Jedoch gilt auch für den Sepiolith die Debatte um die Verursachung von Krebs. Die Anwendung wird kontrovers diskutiert. Eine signifikant erhöhte Krebsneigung bei den Nagern konnte nicht festgestellt werden. Jedoch sollten Sie als Halter den Sandstaub nicht einatmen.

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Spielsand

Spielsand ist eine Mischung aus verschiedenen Mineralien wie Quarzsand, Kalk und Glimmer. Als Untergrund für Wüstenlandschaften ist er durchaus geeignet. Stellen Sie jedoch dann sicher, dass das Material trocken nicht zu sehr staubt. Zur Fellpflege ist Spielsand ungeeignet, da er weder Fett und Feuchtigkeit aufnehmen kann, noch fein genug dafür ist.
Bieten Sie den Sand nicht für sandbadende Arten an, da er deren Fell beschädigen könnte.

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Strandsand

Strandsand besteht ebenfalls aus unterschiedlichen Materialien. Durch die permanente Bewegung des Wassers ist er abgerundet und kann so die Fellstruktur nicht schädigen. Da er jedoch auch kaum Feuchtigkeit und Fett aus dem Fell aufnehmen kann, eignet er sich eher als Teilgrund für Wüstengehege.
Kochen Sie selbst geholten Strandsand immer ab, um eventuell vorhandene Parasiten und Keime abzutöten.

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Talkum

Talkum ist in seiner massiven Form als Speckstein bekannt. Das fein gemahlene Pulver nimmt Fett und Feuchtigkeit sehr gut auf, ist aber als reiner Untergrund zu fein.
Es eignet sich jedoch hervorragend, um die Fett- und Feuchtigkeitsbindung z.B. von Quarzsand zu erhöhen, indem Sie das Pulver diesem beimischen.

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Urgesteinsmehl

Urgesteinsmehl ist gemahlener Basalt und wird üblicherweise als Düngemittel verkauft. Ähnlich wie Talkum ist es als reiner Bade- oder Bodengrund zu fein, eignet sich jedoch hervorragend, die pflegenden Eigenschaften von Quarz und anderen Sandsorten zu verbessern.

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Vogelsand

Vom Vogelsand sollten Sie Abstand nehmen, da er zum einen Duftstoffe (Anis) enthält, die die feinen Nasen der Nager irritieren. Zum anderen schädigt der scharfkantige Muschelgrit die Fellstruktur. Das Fell wird stumpf und brüchig.
Darüber hinaus besitzt der Sand kaum die Fähigkeit Fett und Feuchtigkeit aus dem Fell sandbadender Mäuse aufzunehmen.
Vogelsand ist daher sowohl als Bademedium, als auch als Untergrund ungeeignet.

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Terrarienhumus

Terrarienhumus besteht meist aus Kokosfasern und wird in der Regel in getrockneten, gepressten Ziegeln verkauft, die in Wasser eingeweicht ein Vielfaches ihres Volumens erreichen.

Vorteile

  • ergiebig, daher recht günstig
  • 100% natürlich
  • keim- und pilzfrei
  • ungedüngt
  • grabfähiges Material
  • bepflanzbar
  • staubarm, wenn leicht feucht gehalten
  • sehr saugfähig

Nachteile

  • erhöht die Luftfeuchtigkeit, daher nicht gut für geschlossene Terrarien

Eignung

  • auch in Mischung mit Erde besonders für dünn besiedelte Biotope
  • für Naturgehege
  • nicht für Wüstenbewohner und/oder Tiere mit stark fettendem Fell
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Tongranulat

Tongranulat wie etwa Seramis ist ein stark flüssigkeitsspeicherndes Medium. Als reines Naturprodukt enthält es keine Giftstoffe und kann unbedenklich verwendet werden.
Als alleiniger Bodenbelag ist Seramis ungeeignet. Jedoch hat sich seine Verwendung als Unterschicht/Zusatz für Erde vor allem bei Naturgehegen bewährt, da er hier die nötige Feuchtigkeit lange hält und Nässestaus vermeidet.

Vorteile

  • sehr saugfähig
  • staubarm
  • geruchsbindend

Nachteile

  • erlaubt keine Gangbauten
  • v.a. für kleinere Arten recht grob

Eignung

  • als Zusatz/Unterschicht für Erde in Naturgehegen
  • für Schlafkisten von Wüstennagern (hält hier trocken)
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